IJOS GmbH
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FoBi-ID: Fobi-2020-0722 09. Dezember 2020 - 16. Dezember 2020
Professionell handeln in Gewaltsituationen

Programm:

Viele Fachkräfte aus Arbeitsfeldern, in welchen sie Verantwortung für die Betreuung von Menschen tragen, sind mit der Problematik gewalttätiger Übergriffe auf sich und ihre Klient*innen vertraut. Sie wollen also die Fachkräfte in Ihrem Arbeitsfeld auf einen professionellen Umgang mit gewalttätigem Verhalten vorbereiten?

Das PART®-Konzept, dessen Ursprünge aus den USA stammen, ist inzwischen in vielen Institutionen Standard und hat sich auch für schwierige Situationen bewährt. Es wird seit über 20 Jahren in verschiedensten Institutionen (z.B. Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe, öffentliche Verwaltung, Jobcenter, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Justizvollzug etc.) eingesetzt. Im PART®-Konzept geht es in grundlegender und umfassender Weise um die Prävention und Lösung gewalttätiger Konflikte im eigenen Arbeitsfeld – und damit um einen wesentlichen Aspekt der Arbeitssicherheit. Das oberste Ziel des PART®-Konzepts ist, die Persönlichkeitsrechte und die Würde der Klient*innen zu achten und dabei Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen.

Die siebentägige PART®-Inhousetrainer-Ausbildung umfasst das PART®-Basisseminar mit vertiefenden Inhalten sowie Informationen zur Rolle als Trainer*in. Nach der vollständigen Teilnahme erhalten die Teilnehmenden das PART®-Inhousetrainer-Zertifikat. Dieses berechtigt dazu, PART®-Basisseminare, PART®-Auffrischungsseminare sowie Fallberatungen in der eigenen Institution durchzuführen.

Inhalte Basismodul

1. Geschichte und Hintergrund des PART®-Konzepts

  • Wie ist das Konzept entstanden?
  • Die berufsethische Grundlage: Würde und Sicherheit
  • Die Einbettung des Konzepts in die Institution
2. Das Ziel meiner Arbeit
  • Was tun wir in unserer Einrichtung/unserem Dienst, um sichere Alternativen zu gewalttätigem Verhalten zu fördern?
3. Professionalität und persönliches Auftreten
  • Was brachte mich zu dieser Arbeit und was hält mich hier?
  • Was sind meine Einstellungen gegenüber den Klient*innen?
  • Wie beeinflussen meine Stimmungen mein Verhalten gegenüber meinen Klient*innen?
4. Vorbereitung auf die Arbeit mit aggressiven Klienten
  • Bin ich physisch und psychisch darauf vorbereitet, mit Menschen zu arbeiten, die manchmal gewalttätig werden können?
  • Bin ich mir bewusst, wie meine Kleidung sich auf meine Reaktionsfähigkeit und auf meine Klienten auswirkt?
  • Kann ich mich in meiner Umgebung sicher bewegen?
  • Habe ich genug Informationen über den*die Klienten*in, seine*ihre Problematik und seine*ihre derzeitige Verfassung?
  • Habe ich eine gute Beobachtungsstrategie?
  • Habe ich einen effektiven Selbstkontrollplan?
5. Auslöser von Aggression und Gewalt
  • Kann ich mögliche Auslöser von Gewalt feststellen und alternative Reaktionen anbieten, die das Verletzungsrisiko reduzieren?
6. Der Handlungsrahmen Krisenintervention
  • Kann ich den Grad der Gefährlichkeit des Klient*innenenverhaltens feststellen?
  • Kann ich meine Reaktion auf den Grad der Gefährlichkeit angemessen einstellen?
7. Krisenkommunikation
  • Wenn wir auf eine Person reagieren, die mit körperlicher Gewalt droht, können wir durch verbale und nonverbale Krisenkommunikation zur Deeskalation beitragen? (mit Praxissimulationen)
8. Ausweich-, Befreiungs- und Selbstschutztechniken
  • Wenn aus einfacher Aggression Körperverletzung wird, können wir Verletzungen dadurch vermeiden, dass wir ausweichen, uns aus Festhaltegriffen befreien und Selbstschutztechniken einsetzen?
9. Weitergehende Maßnahmen (Festhalten, Isolieren, Überzahl herstellen
  • Könnte jemand ernsthaft verletzt werden, wenn wir keine Zwangsmaßnahmen einsetzen?
  • Wenn wir versuchen Zwangsmaßnahmen durchzuführen, haben wir genug Mitarbeitende, um dies auf eine sichere Art zu tun?
  • Sind die diensthabenden Mitarbeitenden genügend ausgebildet?
10. Dokumentation, Nachbesprechungen, Mitarbeiterfürsorge
  • Schriftliche Dokumentation: Geben meine Berichte den aggressiven Vorfall und die Interventionen genau wieder?
  • Nachbesprechung im Team: Welche Folgerungen ziehen wir aus dem Vorfall für den oder die Mitarbeitenden, das Team und die Einrichtung?
  • Nachbesprechung mit dem Klient*innen: Wie hat der Klient die Krisenintervention erlebt? Welche Folgerungen ergeben sich für künftige Krisen und das Verhalten des Mitarbeitenden?
  • Mitarbeitendenfürsorge: Benötigen die beteiligten Mitarbeitenden wegen starker emotionaler Betroffenheit weitergehende Hilfen?

Informationen zur Rolle als Trainer*in:

11. Evaluation
  • Welche Verhaltensstandards gibt es für Mitarbeitende und wie werden einzelne Kriseninterventionen bewertet?
12. Planung und Durchführung eines PART®-Seminars
  • Hintergrund und Konzept der PART®-Inhousetrainer-Ausbildung
  • Prinzipien für das Lernen als Erwachsener
  • Ziele, Planung und Durchführung eines PART®-Basisseminars
  • Auf schwierige Teilnehmende reagieren
Weitere Inhalte:
  • Abschlusspräsentationen der Teilnehmenden
  • Einbindung des PART®-Konzepts in das Qualitätsmanagement

Referenten:

Sablotny Schikora PART Training GmbH
Rainer Sablotny  Jens Schikora 

Methoden:

Das PART®-Konzept ist kein Selbstverteidigungskurs. Das Seminar besteht aus Informationsblöcken, Selbstreflektionsphasen, Kleingruppenarbeit und Körperübungen zum Ausweichen, sich Befreien, sich Schützen und Festhalten. Dabei werden nur solche Techniken gelehrt, die den Klient*innen keine Schmerzen zufügen oder sie körperlich schädigen.

Zielgruppe:

Die PART®-Inhousetrainer-Ausbildung ist eine Multiplikatorenausbildung für Fachkräfte aus Institutionen, die Verantwortung für Menschen tragen und bei ihrer Arbeit mit Gewaltsituationen konfrontiert sind bzw. sein können (z.B. Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe, öffentliche Verwaltung, Jobcenter, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Justizvollzug etc.).

Hinweise zur Eignung von Trainern und Voraussetzungen Institution

Die vorherige Teilnahme an einem PART®-Basisseminar ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an dieser Fortbildung.

Die Ausbildung berechtigt dazu PART®-Basisseminare undPART®-Auffrischungsseminare sowie Fallberatungen ausschließlich in der eigenen Institution durchzuführen. Die genauen Rahmenbedingungen für das Tätigwerden als PART®-Inhousetrainer und für den Erhalt des Trainerzertifikats können Sie dem Trainervertrag entnehmen; diesen erhalten Sie nach der Anmeldung. Für weitere Fragen hierzu stehen wir gern auch vorab zur Verfügung.

Das Trainerzertifikat wird nur nach vollständiger Teilnahme an allen Seminartagen und einer erfolgreichen Abschlusspräsentation erteilt. Bitte planen Sie zur Vorbereitung der Abschlusspräsentation circa 3 Stunden Arbeitszeit zwischen den beiden Blöcken ein. Am Samstag stehen die Ausbilder dafür unterstützend zur Verfügung.

Zeitlicher Ablauf:

Bitte beachten Sie bei Ihrer An- und Abreise die verbindlichen Veranstaltungszeiten.

1. Tag
09.30 Uhr Stehkaffee
10.00 Uhr Seminarbeginn
12.30 - 13.30 Uhr Mittagspause
17.00 Uhr Ende

Die Folgetage beginnen bereits um 9.00 Uhr (weitere Zeiten identisch)

Block 1: Mittwoch, den 09.12. - Samstag, den 12.12.2020
               Sonntag frei
Block 2: Montag, den 14.12. - Mittwoch, den 16.12.2020


Seminarversicherung:

Damit Sie bei unerwarteten Ereignissen abgesichert sind, empfehlen wir Ihnen den Seminar-Schutz der ERGO-Versicherung. Sollten Sie z.B. aufgrund von Krankheit oder eines Arbeitsplatzwechsels nicht an unserem Seminar teilnehmen können, erstattet die Versicherung nicht nur Ihren Seminarbeitrag, sondern auch z.B. gebuchte Übernachtungen oder Anfahrtskosten. Die Versicherung deckt auch unsere Seminarreihen mit mehreren Modulen ab.

Wir empfehlen Ihnen die Versicherung direkt mit der Seminaranmeldung abzuschließen.

 

Hier Seminarversicherung buchen

 

BGW-Förderung

Diese Fortbildung wird durch die BGW gefördert. Hier finden Sie übersichtlich zusammengestellte weitere Informationen.

Seminarinformationen

FoBi-ID Fobi-2020-0722
Beginn 09.12.2020 9:30
Ende 16.12.2020 17:00
Dauer 7 Tage
max. Teilnehmer 20
Anmeldeschluss 08.12.2020
Einzelpreis € 2.575,00
Referent(en) Rainer Sablotny und Jens Schikora
Ort
Potsdam, Seminaris SeeHotel
An der Pirschheide 40, 14471 Potsdam, Deutschland
Potsdam, Seminaris SeeHotel
Fortbildungsflyer (PDF) 2020.12.09_Fobi-2020-0722_PART Inhousetrainer.pdf
Bezuschussung durch die BGW.pdf
Eignung Trainer Voraussetzungen Institution Zertifikat.pdf

Veranstaltungsort - Potsdam, Seminaris SeeHotel

Adresse:

Seminaris SeeHotel Potsdam
An der Pirschheide 40
14471 Potsdam
Deutschland

Anreise:

Mit der Bahn:

Der Potsdamer Hauptbahnhof ist zentrale Haltestation. Nach Berlin gibt es eine direkte S-Bahn-Anbindung im 10 Minuten-Takt (S7) sowie weitere Regionalverbindungen, die deutlich zügiger sind.

Ab dem Potsdamer Hauptbahnhof nehmen Sie die Straßenbahnlinie 91 oder die Buslinie 631 in Richtung Werder bis zum Bahnhof Pirschheide. Bitte folgen Sie dann der Hotelausschilderung. Es sind ca. 20 Minuten Fußweg durch den Wald bis zum Seminaris SeeHotel.

Neben dem öffentlichen Nahverkehr halten einige Regionalzüge (RB 23) direkt am Bahnhof Pirschheide.

 

 

Mit dem PKW:

Das Tagungshaus in Potsdam ist über die Autobahn Berliner Ring (A 10) zu erreichen.

Von der A 10 kommend nehmen Sie die Abfahrt 22 Groß Kreutz und und biegen links ab auf die B1 "Brandenburger Chaussee". Folgen Sie der B1 in Richtung Potsdam. Nach ca 14 km biegen Sie rechts ab auf die Straße "An der Pirschheide". Nach 500 m biegen Sie rechts ab und folgen der Straßenverlauf für 700 m. Die Hoteleinfacht befindet sich auf der linken Seite.

Das Hotel ist über das grüne Hotel-Leitsystem der Stadt Potsdam ausgeschildert.


Zimmerkontigent

Für die Seminarteilnehmenden ist ein Zimmerkontingent reserviert. Dieses ist abrufbar unter dem Stichwort: "IJOS GmbH" 

Kontaktdaten der Zimmerreservierung:
Telefon: 0331 90900
E-Mail: reservation.pot61@seminaris.com 


Weitere Infos:

 

€ 2.575,00

Standortkarte

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